FAQ

Die Psychotherapie umfasst Diagnostik, Behandlungsplanung und Behandlung psychischer Störungen. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten kommen in der Regel aus einem Gesundheits- oder Sozialberuf und absolvieren eine mehrjährige, zeit- und kostenintensive Ausbildung.

 

Im ersten Ausbildungsabschnitt, dem psychotherapeutischen Propädeutikum, werden die Grundlagen der Psychotherapie vermittelt. Im zweiten Abschnitt, dem psychotherapeutischen Fachspezifikum, erfolgt die Spezialisierung auf eine von in Österreich 23 anerkannten Psychotherapiemethoden (z. B. Verhaltenstherapie). Dabei werden auch spezielle Tools für Diagnostik und störungsspezifische Behandlung erlernt.

 

Die Ausbildung umfasst zusätzlich zu den theoretischen Modulen über 500 Praxisstunden, 30 Stunden Supervision und 200 Stunden Selbsterfahrung. In Österreich ist die Psychotherapieausbildung selbst zu finanzieren und kostet in der Regel zwischen 35.000 und 45.000 Euro.

 

Weitere Informationen zur Psychotherapie und den Methoden finden Sie auf der Website des Österreichischen Berufsverbandes für Psychotherapie:

www.psychotherapie.at/patientinnen/ueber-psychotherapie

 

Die Psychiatrie ist ein Teilgebiet der Medizin. Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie diagnostizieren psychische Störungen und behandeln diese in der Regel medikamentös.

 

Die Psychologie ist die „Lehre von der Seele“ und umfasst viele Bereiche – etwa Sportpsychologie, Arbeitspsychologie oder klinische Psychologie. In der klinischen Psychologie werden mithilfe spezieller Testverfahren psychische Störungen erkannt und Leistungen überprüft. Dafür ist ein Psychologiestudium mit anschließender klinischer Zusatzausbildung notwendig.

Wenn eine Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision ist, bedeutet das, dass sie sich im letzten praktischen Abschnitt ihrer mehrjährigen Fachausbildung befindet. Während dieser Zeit wendet sie das Erlernte in der Praxis an und wird regelmäßig von erfahrenen Lehrtherapeuten betreut und unterstützt. Die Supervision stellt sicher, dass die Behandlung professionell, sicher und qualitativ hochwertig erfolgt, und bietet zugleich Raum für Reflexion und Weiterentwicklung.

Die Verhaltenstherapie (VT) geht davon aus, dass ungünstige Verhaltens- und Denkmuster erlernt wurden und daher auch wieder verändert werden können. Sie basiert auf der empirischen Psychologie und integriert kontinuierlich neue Erkenntnisse aus Psychologie, Medizin und Soziologie.

In der VT werden prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren sowie die dazugehörigen Emotionen berücksichtigt. Die Therapie ist ziel- und handlungsorientiert und beschränkt sich nicht nur auf das therapeutische Setting.

Die Therapeutin arbeitet transparent und bindet die Patientin aktiv in den Prozess ein. Methoden und Interventionen werden individuell auf die Situation und Bedürfnisse angepasst. Ziel der Verhaltenstherapie ist Hilfe zur Selbsthilfe, die Selbstwirksamkeit, Handlungskompetenz und nachhaltige Veränderung fördert.

Es gibt viele verschiedene psychische Störungen. Zu den häufigsten zählen:

  • Angststörungen: Panikstörung, Panikattacken, Agoraphobie, spezifische Phobien
  • Affektive Störungen: Depression, bipolare Störungen
  • Psychotische Störungen: Wahn, Halluzinationen
  • Suchtstörungen: substanzgebundene Abhängigkeiten
  • Essstörungen: Anorexie, Bulimie
  • Persönlichkeitsstörungen: z. B. Borderline

 

In Österreich wird zur Diagnostik das ICD-10-Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen verwendet.

Alle Daten sind streng vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht nach dem Psychotherapiegesetz, einer der strengsten Verschwiegenheitspflichten in Österreich.

Nach einem persönlichen Kennenlernen und der Diagnostik kann die Therapie zeitweise auch online fortgeführt werden. Ob Therapie, psychotherapeutische Beratung oder Coaching online möglich sind, wird individuell besprochen.

Unsicherheiten sind normal. Kontaktieren Sie mich – gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihre Situation.

In der Regel 50 Minuten pro Einheit, meist wöchentlich. Im weiteren Verlauf kann der Abstand sporadisch oder zweiwöchentlich sein.

Je nach Problematik zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten; selten dauert die Therapie mehrere Jahre.

Eine Einheit kostet €93. Bei Psychotherapeutinnen in Ausbildung unter Supervision gibt es aktuell keinen Kassenbeitrag. Die Zahlung erfolgt monatlich per Überweisung innerhalb von 14 Tagen.